Fragestellungen & Methoden
Was wir untersuchen

Qualitative Konzeptforschung
Überprüfung von Sendungsideen auf Basis von Verbalkonzepten, Drehbüchern und Rollengefügen hinsichtlich Konzeptattraktivität, sehmotivationaler Qualitäten, Uniqueness, Faszination der Formatwelt, Stimmigkeit des Rollen- und Personengefüges, Senderfit, etc.
In der Regel arbeiten wir hier mit Workshops unter Ausnutzung des kreativen Potenzials der Zuschauer. Die Überprüfung des Konzeptmaterials erfolgt dabei in der Regel mehrstufig.
Format-Pretests
Überprüfung der Attraktivität und Akzeptanz von Sendungen auf Basis von Testsendungen/Piloten in Hinsicht auf Zuschauerakzeptanz, Formatattraktivität, befriedigte Sehmotive, Uniqueness, Stärken- und Schwächenanalyse, Optimierungspotenziale und -notwendigkeiten, Senderstimmigkeit etc.
Meist wird hier mit Gruppendiskussionen operiert. Die Testsendungen können je nach konkretem Untersuchungsziel Inhome oder während der Diskussionen vorgeführt werden.
Format-Posttests / Serienchecks
Überprüfung von laufenden Sendungen (z.B. nach beobachtetem Quotenrückgang), um Hinweise zur Optimierung und klare Empfehlungen zur Weiterführung des Formates zu liefern.
Es kann – je nach konkreter Fragestellung, Genre und Format – mit Gruppendiskussionen, Kreativworkshops oder Einzelexplorationen gearbeitet werden. Darüber hinaus bietet es sich an, einzelne Formatbausteine (z.B. die Moderation) einer quantitativen Analyse mit höherer Fallzahl zu unterziehen.
Moderatorencasting
Überprüfung von möglichen Moderatoren im Hinblick auf Akzeptanz und Stimmigkeit zur jeweiligen Sendung und dem angedachten Sender.
In der Regel arbeiten wir hier mit strukturierten face-to-face-Interviews, die eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse über eine große Fallzahl hinweg gewährleisten. Aber auch eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden kann hilfreich sein, will man zum einen den besten Kandidaten ermitteln und zum anderen auch eruieren, wie sie oder er beim Zuschauer im Detail wirkt, um mögliche Optimierungspotenziale zu erkennen.
„Genre-Status-quo“
Zu gewissen Zeiten scheint der Erfolg mancher Genres fast „vorprogrammiert“ zu sein. Jeder Sender möchte der erste sein, der dieses in sein Programm aufnimmt.
Genre-Analysen haben das Ziel, die Faszination neuer, aber auch bestehender Genres zu untersuchen und Potenziale für neue Ideen bzw. Sendungen aufzudecken. Vor allem kreativ angelegte Gruppendiskussionen bzw. Kreativworkshops können dies unter Ausnutzung gruppendynamischer Prozesse gewährleisten.
Markenkern-/ Imageuntersuchungen
Diese Studienarten werdn zu Sendern, Sendungen, aber auch zu bekannten und etablierten Moderatoren durchgeführt, um deren Potenzial künftig noch besser ausnutzen zu können.
Für gewöhnlich werden hier Tiefeninterviews und/oder Workshops durchgeführt. Diese Methode hat sich in der tiefgehenden Beurteilung als ein sehr probates Mittel erwiesen, um detailliert und anschaulich die jeweiligen Stärken, Schwächen und Wirkungen herauszuarbeiten und um Potenziale ausführlich eruieren zu können. Durch die abwechslungsreiche Methodik kommt es zu einer aktiv-dynamischen Erhebung von Assoziationen, Erfahrungen, Emotionen und Meinungen.
„On-Air-Tests“
Oftmals verfälscht die Zeit zwischen Rezeption und Befragung den Eindruck des Gesehenen und damit die Ergebnisse. So ist man nach ein paar Stunden oder Tagen nicht mehr so emotional gefangen wie kurz nach der Sendung oder die Erinnerungslücken werden größer. Das Verfahren der on-air-Testung bietet die Möglichkeit, sehr schnell an unmittelbare Ergebnisse zu kommen, so dass bereits die folgenden Produktionen/Ausstrahlungen von den Erkenntnissen und Empfehlungen profitieren können. Diese Methode eignet sich z.B. besonders gut bei Show-Formaten.
In der Regel werden hierzu Gruppendiskussionen mit Live-Rezeption und anschließender Diskussion durchgeführt.
Grundlagen-/Motivforschung
Wenn die „Macher“ merken, dass zahlreiche Sendungen floppen, kann dies an den Formaten selbst liegen, möglicherweise aber könnten auch generelle Veränderungen im Zuschauerverhalten eingetreten sein, die zumindest mitentscheidend für die Quotenrealität sind. Somit ist es nur zu verständlich, dass die Sender Gewissheit darüber erlangen möchten, ob sich das Zuschauerverhalten verändert hat und wenn ja, inwieweit sich das auf die Akzeptanz neuer Formate auswirkt.
Diese Fragen werden im Rahmen von Grundlagenstudien (v.a. mit Hilfe von Einzelexplorationen) beantwortet, deren Ziel es ist, die Motivlage der Zuschauer zu hinterfragen und Erklärungsansätze zu liefern.

