Im Gegensatz zum Usability Lab evaluieren hier Experten, nicht Nutzer, die Website. Mit relativ geringem Aufwand lokalisieren sie Stärken und Schwächen eines Internetauftritts. Daraus lassen sich schnell die notwendigen Verbesserungen ableiten. Vorlaufzeiten und Kosten für Rekrutierung und Incentives entfallen.
Heuristiken sind Best-Practice-Regeln für die Gestaltung von Webauftritten. Die heuristische Evaluation beschreibt "verletzte" Heuristiken mit Hilfe von Screenshots und genauen Problemerläuterungen. Sie liefert zudem einen Lösungsvorschlag und eine Bewertung (leicht, mittel, kritisch) - auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die "Business Goals" der Webseite. Dabei werden einzelne Bereiche abgegrenzt, da eine Untersuchung aller Bereiche zu aufwändig wäre.
Dieser Schritt identifiziert mögliche Probleme bei definierten Kernprozessen. Es geht nicht um die vollständige Erfassung genereller Usability-Probleme (Inhalt von Schritt 1). Der Experte versetzt sich in die Lage eines potentiellen Nutzers mit einem oder mehreren Besuchsmotiven. Dabei ermittelt er mögliche Nutzungshemmnisse sowie kritische Bereiche und klärt Forschungsfragen laut Briefing.
Vorstufe für ein Usability Lab zur Beseitigung von "offensichtlichen Fehlern".
Zwischenstufe im Optimierungsprozess (z. B. erst Onsite-Befragung, dann Evaluation durch Experten).
Einfacheund vor allem schnelle Feedbackmöglichkeit.
Berücksichtigung von Erfahrungen aus anderen Anwendungen (Best Practices aus Sicht von Psyma).
Bewertung von Qualität der Kommunikation, Navigation, Funktionalität sowie von Aufbau und Verständlichkeit.
ABER: Ungeeignet für valide Design- und Content-Beurteilungen. Diese sollten auch bei optimaler Expertenbesetzung den eigentlichen Zielgruppen überlassen werden.