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Bayer HealthCare veröffentlicht Studie von Psyma Medical

Die chronische Bronchitis beeinflusst alle Lebensbereiche der Patienten schwerwiegend

Internationale Umfrage mit Betroffenen deckt Mängel bei der Therapie

Leverkusen – Eine chronische Bronchitis beeinflusst über die reinen Symptome hinaus das allgemeine Wohlbefinden der Patienten, die Emotionen, soziale Kontakte, die finanzielle Lage und die täglichen Aktivitäten deutlich. Dies hat eine von der Bayer HealthCare AG in Auftrag gegebene und von Psyma International Medical Marketing Research ausgeführte Umfrage an 1.100 Personen mit chronischer Bronchitis ergeben. Die Untersuchung wurde in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien und den USA vorgenommen.

Der Umfrage zufolge glauben etwa zwei Drittel (63 Prozent) der Patienten, dass die chronische Bronchitis eine schwerwiegende Erkrankung ist oder eventuell zu Behinderungen oder zum Tod führt. Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) konnten ihre täglichen Aufgaben nicht vollständig erledigen oder hatten wegen der Bronchitis Schlafstörungen (52 Prozent). Zusätzlich zu dem Einfluss auf ihr tägliches Leben mussten zirka ein Viertel der Patienten während einer akuten Verschlechterung der chronischen Bronchitis (AECB) ihre Arbeiten vorzeitig beenden. 48 Prozent hatten wegen der Behandlungskosten hohe finanzielle Belastungen. Nahezu die Hälfte der Befragten wollten über die Empfehlungen ihres Arztes hinaus mehr Informationen über die Erkrankung.

„Die chronische Bronchitis hat über die reinen körperlichen Symptome hinaus einen enormen langfristigen Einfluss auf das gesundheitliche Befinden und auf die täglichen Aktivitäten der Patienten“, sagte Prof. Dr. Santiago Ewig, Augusta-Kranken-Anstalt Bochum. „Die Umfrage deckt die Sorgen der Patienten auf und zeigt, was sie sich am meisten wünschen.“

So geht aus der Umfrage hervor, dass die Bedürfnisse vieler Patienten nicht erfüllt werden. 55 Prozent wünschten eine Behandlung, die sie schneller von den Symptomen befreit. 40 Prozent wollten eine Therapie, mit der die Zeitintervalle zwischen den AECB-Episoden verlängert werden können.

Die akute Verschlechterung ist durch eine vermehrte Schleimproduktion, eitrigem Auswurf, vermehrtem Husten und zunehmender Kurzatmigkeit charakterisiert. Durch bakterielle Infektionen verursachte wiederholte Episoden einer AECB führen zur fortschreitenden Zerstörung des Lungengewebes und einer sich ständig verschlechternden Lungenfunktion. Antibiotika können die akute bakterielle Infektion wirkungsvoll bekämpfen.

Von einer chronischen Bronchitis sind in Europa schätzungsweise 17 Millionen Personen und in den USA 14 Millionen betroffen. Die chronische Bronchitis ist in etwa 85% der Fälle mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) vergesellschaftet. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist eine COPD die vierthäufigste Todesursache weltweit. 1,2 Diese Lungenerkrankung führt in Europa zu einer gesamten finanziellen Belastung von fast 50 Milliarden Euro und in den USA von 40 Milliarden Dollar. 3

„Es ist äußerst wichtig, dass wir die Erfahrungen der Patienten kennen und verstehen lernen. Dies erweitert unsere Erkenntnisse über den Verlauf der chronischen Bronchitis und über die Möglichkeiten einer effektiven Therapie der Erkrankung“, sagte Professor Ewig.

Bayer HealthCare hat die internationale Studie GIANT (Greatest International Antibiotic Trial) begonnen, mit der die Progression der AECB untersucht werden soll. GIANT ist die erste Studie, die umfassend die Epidemiologie, die Charakteristika der Patienten und die Bedeutung und die Wirksamkeit von Antibiotika bei der Therapie der chronischen Bronchitis weltweit bewertet. Bisher haben 30 Länder ihre Mitarbeit angekündigt. In Deutschland, der Schweiz, China, Taiwan und auf den Philippinen werden bereits Patienten in die Studie aufgenommen.

GIANT wird in ambulanten Einrichtungen ausgeführt. Die Prüfärzte erstellen Fallberichte und detaillierte Patientendaten, die über den Verlauf der AECB, Risikofaktoren, andere Erkrankungen und Medikamenteneinnahmen Auskunft geben. In die Studie sollen 100.000 Patienten aufgenommen werden, was sie zur größten bisher durchgeführten Antibiotika-Studie macht. Durch die große Patientenzahl können verschiedene Untergruppen und epidemiologische sowie demographische Faktoren speziell analysiert werden. In GIANT wird das Antibiotikum Avalox® (Moxifloxacin) zur Therapie der AECB verschrieben. Es soll geprüft werden, wie schnell eine Besserung der Symptome erreicht wird und wie schnell die Patienten zu ihrem normalen Alltagsleben zurückkehren können. Ein weiterer Gegenstand der Untersuchung ist die Dokumentation der Verträglichkeit.

Quelle und weiterführende Literaturhinweise: http://www.bayer.at/presse/meldungen/2004/21.html